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27.02.2004

DAS ELEKTRONISCHE BULLETIN DER SCHWEIZERISCHEN FACHPLATTFORM HIV/AIDS UND INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT

DAS ELEKTRONISCHE BULLETIN DER SCHWEIZERISCHEN FACHPLATTFORM HIV/AIDS UND INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT Februar 2004


Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

Ideen werden entwickelt und weitergesponnen, Projekte entworfen und umgesetzt im Austausch miteinander – die schweizerische Fachplattform HIV/Aids und internationale Zusammenarbeit ist voller Leben, eine aktive „Community of Practice“. Aus der Fachplattform sind bereits verschiedene Initiativen hervorgegangen. Vorderhand steht die Fachtagung vom 20. April 2004 zu „Living with HIV/AIDS. Treatment and Care“ im Zentrum der Aktivitäten, wobei die „Fachliche Begleitgruppe“ sehr aktiv an der Vorbereitung und inhaltlichen Gestaltung der Tagung beteiligt ist. Sie alle sind herzlich zur Tagung eingeladen!

Auch die Arbeitsgruppe „Aidsbetroffene Kinder“ hat sehr konkrete – und ambitiöse – Pläne zum 10 Millionen Memory Projekt (10 MMP) vorgelegt. Bis ins Jahr 2010 sollen 10 Millionen Kinder im südlichen Afrika, die durch Aids zu Waisen und durch den Verlust der Eltern und naher Verwandten traumatisiert worden sind mit „Memory Work“ psychosozial unterstützt werden. Mit dem Gestalten einer Memory Box für ihre Kinder erkunden aidskranke Eltern die eigene Geschichte, verarbeiten das Erlebte und geben ihren Kindern ihre Erinnerungen, Identität und Liebe weiter. Die Wirksamkeit der antiretroviralen Behandlung und Pflege von aidskranken Menschen kann mit Erinnerungsarbeit gesteigert werden, da sie beim Kampf zum Überleben hilft. Zur Unterstützung des 10 MMP hat aidsfocus.ch eine Power Point Präsentation zusammengestellt und will einen Dokumentationsfilm zu den Methoden und Erfahrungen mit Memory Work im südlichen Afrika verwirklichen.

Weitere Pläne von mitwirkenden Organisationen sind noch im Köcher. Aktuelle Informationen finden Sie jeweils auf der Website www.aidsfocus.ch oder in den nächsten aidsfocus.news.

Helena Zweifel aidsfocus.ch


IN EIGENER SACHE


20.04.2004 | LIVING WITH HIV/AIDS. TREATMENT AND CARE FOR ALL

Bern | A Conference of aidsfocus.ch, Swiss platform for HIV/AIDS and International cooperation.

A second chance at life! This is the way people infected with HIV/AIDS experience the blessings of antiretroviral treatment. However, this is only true for those living in Northern countries, while the 6 million infected people in the South and the East are left out and continue to struggle with the devastating effects of HIV/AIDS.

Médecins Sans Frontières as well as other organisations have demonstrated with pilot projects that antiretroviral treatment can be used safely and effectively even in settings where the health infrastructure is poor and resources are scarce. At global scale, the World Health Organisation (WHO) launched the 3 by 5 Initiative, a commitment to get three million people on antiretroviral therapy by the end of 2005.

Effective treatment and care goes beyond providing pills. Better access to treatment needs to occur through approaches of comprehensive care, linking other efforts such as HIV prevention and psycho-social support. Responses should be embedded in a continuum of care, and should actively involve people with HIV, their families and communities. Improving access to treatment and care is a humanitarian imperative – and a great challenge for Swiss NGOs and institutions.

The Program 9.00 Welcome coffee 9.30 Helena Zweifel, Coordinator aidsfocus.ch, Medicus Mundi Switzerland, Basel: Welcome 9.40 Dr. Claudia Kessler, Swiss Tropical Institute, Basel: Access to treatment and care: An introduction 10.00 Dr. Alexandra Calmy, Médecins Sans Frontières, Geneva: Antiretroviral treatment in resource-poor settings - Feasibility and challenges 10.20 Dr. Paulo Teixeira, Director of the HIV/AIDS department, World Health Organisation, Geneva: The 3 by 5 initiative Discussion

  1. 10 Jeanne Gapiya Niyonzima, Fondatrice de ANSS, Burundi : De la prévention au traitement. Expérience d’une association burundaise 11.40 Beata Umubyeyi, Médecins Sans Frontières, Cameroon: Providing antiretroviral treatment in a continuum of care - The Cameroon experience 12.10 Dr. Jamiu Peleowo, Medical Doctor, Swiss Red Cross, Swaziland: Implementation of ARV-Therapies in rural areas of Swaziland - Problems, constraints and strategies Discussion
  2. 00 – 14.00 Lunch
  3. 00 Working groups with resource persons: Challenges for Swiss NGOs and institutions and steps to take 15.45 Conclusions and Commitments by participants 16.30 Closing

We invite partners of aidsfocus.ch and representatives of Swiss non-governmental organisations working in International cooperation as well as of any other interested institution. The Conference will be conducted predominantly in English, with one presentation in French.

Conference fees: for partners of aidsfocus.ch free of charge. Others: Fr. 80.- Please send back your registration by April 10, 2004, preferably by Email to: info@aidsfocus.ch. The number of participants is limited. Further information:

http://www.medicusmundi.ch


AIDSFOCUS.CH: INFOS AUS DER STEUERGRUPPE

Sitzung vom 12.2.04. Die beiden Projektvorschläge zur Memory Box-Kampagne, die aus der Arbeitsgruppe „Aidsbetroffene Kinder“ hervorgegangen sind, werden sehr begrüsst. Als primäre Zielgruppe für den Dokumentarfilm zu Memory Work werden die MitarbeiterInnen von Hilfswerken und von Partnerorganisationen gesehen. Daher soll der Fokus auf die methodischen Instrumente und die Dokumentation von Erfahrungen gelegt werden. Der Film soll als Produkt von aidsfocus produziert und finanziert werden, ein detaillierteres Konzept inbes. zur Mittelbeschaffung muss noch verabschiedet werden. Die Steuergruppe delegiert die Arbeit am Projekt an die Arbeitsgruppe „Aidsbetroffene Kinder“, die auch die Projektkoordinatorin stellt.

Der Meinungsbildungsprozess bezüglich Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft ist noch nicht abgeschlossen. Punkto Sponsoring sollen „ethische Richtlinien“ festgelegt werden. Zu diesem Zweck werden die Partner aufgefordert, uns ihre organisationseigenen Regeln oder „Ethical codes“ mitzuteilen und/oder entsprechende Regeln zu formulieren (bis Ende März 04).

http://www.aidsfocus.ch


EIN PROJEKT IM SCHAUFENSTER


DAS 10 MILLIONEN MEMORY PROJEKT

Bis ins Jahr 2010 sollen 10 Millionen Kinder im südlichen Afrika, die durch Aids zu Waisen oder verletzbar wurden, mit Memory Work psychsozial unterstützt werden. Unter dem Sammelbegriff Memory Work (Erinnerungsarbeit) versteht man verschiedene Methoden, die sich dazu anbieten, die eigene Geschichte zu erkunden: Memory Boxes (Schachteln/Behälter, in denen Erinnerungen gesammelt werden) oder Memory Books (Erinnerungsbücher), Body Maps (Erinnerungen, die in eine Körperkontur-Karte eingetragen werden) u.a.m. Erinnerungsarbeit hat Millionen von Familien, die von HIV/AIDS betroffen sind, bei der Bewältigung von Krankheit, Tod und Trauer unterstützt und wieder befähigt, die Zukunft ihrer Kinder zu planen. Bei Menschen mit ARV kann Erinnerungsarbeit beim Kampf zum Überleben helfen und eine positive Lebenseinstellung fördern, ja sogar zur Lebenslust motivieren.

Die Regional Psychosocial Support Initiative (REPSSI) und das Memory Box Project of the AIDS and Society Unit (ASRU) an der Universität von Kapstadt haben im Oktober 2003 die prominentesten VertreterInnen dieser Interventionsart zu einer Konsultation eingeladen. Organisationen aus dem östlichen und südlichen Afrika, sowie aus Grossbritannien, die mit dem Erinnerungsansatz arbeiten, stellten ihre Methoden vor und tauschten untereinander ihre Erfahrungen aus. Am letzten Tag des Treffens wurde der Ausdruck 10 Millionen Memory Projekt (10 MMP)geprägt: Mit 10 MMP ist gemeint, dass die versammelten Organisationen darauf hinarbeiten, dass bis zum Jahr 2010 im Südlichen Afrika 10 Millionen Kinder von der Erinnerungsarbeit profitieren können.

Jonathan Morgan, Direktor des Memory Box Projects der Universität von Kapstadt wurde von der Versammlung im Oktober für die Gesamtkoordination der Memory Work Arbeit nominiert, um die Kontinuität des Austausches zu garantieren. Die Begeisterung und spezielle Atmosphäre, die bei der Konsultation spürbar war, soll so bewahrt und weitergeführt werden. „Wir müssen bei dieser Entwicklung koordiniert voran schreiten, um Zweispurigkeiten zu vermeiden und die verschiedenen Methoden der Erinnerungsarbeit, die erstmals mit all ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Wissen unter einem Dach zusammenkam, gemeinsam zu überprüfen und auszufeilen“, sagt Morgan.

http://www.aidsfocus.ch


MEMORY WORK

Ein methodischer Ansatz zur psychosozialen Unterstützung von traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Waisen, die von HIV/AIDS betroffen sind.

Die von aidsfocus erarbeitete Power Point Präsentation gibt einen leicht verständlichen Einblick in die Hintergründe, Inhalte, Ziele und Methoden der Erinnerungsarbeit mit aidsbetroffenen Kindern und Jugendlichen und stellt das 10 Millionen Memory Projekt (10 MMP) vor: 10 Millionen betroffene Kinder sollen bis im Jahr 2010 durch Memory Work psychosoziale Unterstützung erfahren.

http://www.aidsfocus.ch


DOKUMENTE UND RESSOURCEN


MEMORY BOXES HELP TO SAY GOOD-BYE

It can be a plump basket in an Ugandan village or a discarded box from a shop in a South African township, painted in gaudy colours with food colorant. It can be a biscuit tin decorated with shells or a square metal box with a handle and a lock. Their purpose is to hold what HIV+ parents wish to leave to their children: advice, key information, sweet memories and the warm feeling of love.

AIDS has left an estimated 13 million orphans in sub-Saharan Africa. With such numbers, in a context of poverty, individual counselling is too expensive and impractical to deliver. Group-based user-friendly models of counselling and psychosocial support are needed. Memory work is one such approach.

http://www.irinnews.org


MEMORY BOX PROJECT, ASRU

The Memory Box Project is a programme of the Aids and Social Research Unit (ASRU), Cape Town University that helps HIV positive people come to terms with their diagnosis, communicate with their families, and prepare for the future.

Memory Box staff have begun a collaborative project with Medicines Sans Frontieres in which memory boxes and books are used as qualitative research tools to document the stories of HIV positive people now receiving anti-retroviral medication. The Project also started training a core team of HIV positive community-based trainers, referred to as the A-team. ASRU has produced several working papers, a Memory Box Manual and a photo essay of the body maps, available online.

http://web.uct.ac.za


THE MEMORY BOX PROGRAMME, SINOMLANDO PROJECT

Created in 2000, the Memory Box Programme is an initiative of the Sinomlando Project, an outreach programme of the School of Theology, University of Natal, Pietermaritzburg. The overall objective of the Memory Box Programme is to enhance resilience in vulnerable children and orphans affected by HIV/AIDS through the methodology of the memory boxes. In the context of HIV/AIDS resilience is the ability of children to develop to their full potential even if their parents are sick or dead. Since 2002 the Memory Box Programme trains various NGOs, FBOs and CBOs in the methodology of the memory boxes, mostly in KwaZulu-Natal but also in the Gauteng province.

Content: Overview of the methodology, children's groups training manual, and memory box trainer's manual.

http://www.hs.unp.ac.za


CHILDREN ON THE BRINK 2002

A Joint Report on Orphan Estimates and Program Strategies. One of the most telling and troubling consequences of the epidemic's growing reach is the number of children it has orphaned or seriously impacted. Today more than 13 million children currently under age 15 have lost one or both parents to AIDS, most of them in sub-Saharan Africa.

"Children on the Brink 2002" contains statistics on children orphaned by HIV/AIDS from 88 countries, analysis of the trends found in those statistics, and strategies and principles for helping the children.

http://www.unaids.org


NEUES VIDEO: STEPS FOR THE FUTURE

Die Fachstelle «Filme für eine Welt» hat eine DVD-Video / DVD-ROM zum Thema Alltag im südlichen Afrika im Zeichen von HIV/Aids herausgegeben - geeigent für den Gebrauch an Schulen und Veranstaltungen. Die Plate-forme VIH/sida der Fédération Genevoise de Coopération (FGC) hat aktiv zur Verwirklichung des Projekts beigetragen. Alle Filme und die Begleitmaterialien sind Deutsch und Französisch verfügbar, die meisten Filme zudem auf Englisch.

http://www.steps.co.za


VERANSTALTUNGEN


31.03.2004 | AIDSFOCUS.CH AT THE DARE TO SHARE FAIR

Ausserholligen | SDC is organizing a "Dare to Share Fair" with around 200-300 people from SDC and SDC partner organisations in the South, the East and the North participating. The focal theme of the Dare to Share Fair is managing knowledge and skills for development in order to increase one's competency to tackle emerging challenges.

aidsfocus.ch will be present at the fair with an information market stand on Wednesday, March 31 on Floor 5, Zone B.

http://www.daretoshare.ch


06.05.2004 | LEBEN UND ARBEITEN IN EINEM VON AIDS GEPRÄGTEN UMFELD

Biel | Aids nimmt auch einen grossen Stellenwert im beruflichen und privaten Leben der im Ausland lebenden MitarbeiterInnen der IZA ein. Das Ziel dieses cinfo-Seminars ist es, die TeilnehmerInnen zu unterstützen, damit sie mit diesen Herausforderungen besser umgehen können.

http://www.cinfo.ch


17.06.2004 | MAINSTREAMING DU VIH/SIDA DANS LA COOPÉRATION INTERNATIONALE

Ausserholligen | Ce cours s'addresse aux collaborateurs et collaboratrices de la DDC, chargé/es de programme de la DDC (centrale et BuCos) et des ONGs, consultant/es et autres professionnels de la coopération internationale qui souhaitent intégrer le VIH/SIDA dans leurs programmes. Les participant(e)s disposent de connaissances de base sur le VIH/SIDA.

http://www.deza.admin.ch


11.07.2004 | XV. INTERNATIONALE AIDS-KONFERENZ

Bangkok, Thailand | Die XV. Internationale Aids-Konferenz vom 11.-16. Juli 2004 steht unter dem Thema „Zugang für alle“. Das Thema widerspiegelt das Bedürfnis aller Gruppierungen, Zugang zu allen Ressourcen zu gewinnen: Zugang für alle infizierten und betroffenen Gruppen, Zugang zu Information, Bildung und medizinischer Behandlung, und Zugang zu Leuten, die Politiken schreiben und Unterstützung und Pflege bieten. In Ergänzung zu den offiziellen Veranstaltungen werden zahlreiche Symposien, Debatten, Nebenkonferenzen und Workshops abgehalten.

http://www.aids2004.org


www.aidsfocus.ch

aidsfocus.ch, die schweizerische Fachplattform HIV/Aids und internationale Zusammenarbeit ist ein Projekt von Medicus Mundi Schweiz. Mit der Bereitstellung von Informationen und einer Plattform für den gegenseitigen Austausch und das gemeinsame Lernen unterstützt aidsfocus.ch die schweizerischen Akteure im Bereich HIV/Aids und Internationale Zusammenarbeit.

Partner von aidsfocus.ch sind: Aids-Hilfe Schweiz, AIDS & KIND, Bethlehem Mission Immensee, cinfo, CO-OPERAID, Déclaration de Berne, Fastenopfer, Fédération Genevoise de Coopération, HEKS, IAMANEH, medico international schweiz, mediCuba, REPSSI, SolidarMed Schweizer MIVA, Schweizerisches Rotes Kreuz, Schweizerisches Tropeninstitut, Stiftung Terre des hommes, terre des hommes schweiz und World Vision Schweiz.

aidsfocus.ch wird finanziell unterstützt von den zwanzig Partnerorganisationen und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Sie können aidsfocus.news abonnieren. Senden Sie ein mail an info@aidsfocus.ch, oder benützen Sie das Formular auf unserer Website http://www.aidsfocus.ch