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Prävention und Gesundheitsförderung

Der Prävention kommt im Kampf gegen HIV/Aids auch heute noch eine zentrale Bedeutung zu, da dadurch eine Ansteckung, Krankheit, frühzeitiger Tod sowie schwerwiegende soziale und wirtschaftliche Not vermieden werden kann. Von weltweit 45 Mio. neuen HIV-Infektionen bis ins Jahr 2010 könnten nach neuen Schätzungen 29 Mio. durch adäquate Prävention abgewendet werden (UNAIDS/WHO).

Es gibt nicht einen erfolgreichen Präventionsansatz, sondern es ist die Kombination von Präventionsstrategien, die sich als wirksam erwiesen haben: Programme zur Verhaltensänderung, insbesondere Kondombenutzung; Reduktion der Zahl der Sexualpartner und Erhöhung des Alters des ersten sexuellen Kontaktes; Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten; freiwillige Beratung und Testung; Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV; Sichere Blutkonserven; Kontrolle von Infektionen in Gesundheitskliniken, etc. Wichtig ist auch ein engagiertes Umfeld auf politischer Ebene. Die aktive Rolle von Gemeinden und lokalen Organisationen sowie die Mitwirkung von Menschen, die von HIV/Aids betroffen sind, sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Prävention. Vielerorts gilt es auch heute noch, das Bewusstsein und den Informationsstand der Bevölkerung und Politiker zu heben und gleichzeitig falsche Gerüchte und Diskriminierung zu bekämpfen.

Für eine wirksame Bekämpfung der Epidemie müssen die drei Bereiche Prävention, Behandlung und Minderung der sozialen Auswirkungen gleichzeitig angegangen werden. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei den „vulnerablen“ (verletzlichen) Bevölkerungsgruppen geschenkt werden, d.h. Menschen mit eingeschränkter Selbstbestimmung und erhöhtem Ansteckungsrisiko für HIV: Frauen, Kinder, Jugendliche, Sexarbeiterinnen, Drogenabhängige, MigrantInnen, etc.

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