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Die Milleniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen: Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und schweren Krankheiten bis 2015

Nicht erst seit die Entwicklungsländer die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise spüren, muss sich die Weltgemeinschaft diesen Grundproblemen stellen: der extremen Armut, der wachsenden sozialen Ungleichheit und der Ausgrenzung breiter Gruppen, die ihre Grundbedürfnisse nicht nachhaltig befriedigen und nicht an politischen Entscheidungsprozessen teilhaben können.

Auf dem Millenniumsgipfel im September 2000 haben die Vereinten Nationen weitreichende Verpflichtungen zur Bekämpfung der extremen Armut beschlossen. Sie haben das Ziel formuliert, diese bis zum Jahre 2015 zu halbieren. Dabei wird extreme Armut nicht allein durch zu ein geringes Einkommen definiert (also daran gemessen, ob die Menschen weniger als einen US-Dollar täglich zur Verfügung haben), sondern sie wird auch als ein Verlust an politischen Rechten, an gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten und an menschlicher Würde verstanden. Es werden also Dimensionen einbezogen, die zugleich Ursachen und Folgen von Armut abbilden.

Von den Gesundheits-MDGs ist das sechste Millenniumsziel spezifisch auf die Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen schweren Krankheiten ausgerichtet. Auch wenn darin das Recht auf Gesundheit und das Recht auf ein gesundes Leben nicht genannt werden, ist es ein positives Signal, dass die Bekämpfung von HIV/Aids als eigenständiges Entwicklungsziel herausgestellt wurde.

Das erste Teilziel in MDG 6 ist auf die Prävention von Neuinfektionen ausgerichtet, um die Ausbreitung der Krankheit bis 2015 zum Stillstand zu bringen. Zugeordnet sind ihm vier Indikatoren, die vor allem den Rückgang der Prävalenzrate bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren am verbesserten Zugang zu Aufklärung, Bildung und Verhütung überprüfen sollen. (März 2010)

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