Heldinnen der Aids-Waisen
Afrikas Grossmütter müssen für Kinder von aidskranken Eltern sorgen – Ältere Generation hat keine Altersvorsorge.
In Afrika leben über 20 Millionen Menschen mit Aids. Das sind fast zwei Drittel aller HIV-positiven Menschen weltweit. Schweizer Entwicklungshilfen weisen auf die grosse Leistung und das Leid der älteren Generation hin.
Durch Aids stirbt in Afrika die Elterngeneration aus. Sie hinterlässt nicht nur Waisen, sondern auch verarmte alte Menschen. Grossmütter waren in Entwicklungsprojekten bisher jedoch kaum ein Thema. «Kinder sind für Entwicklungsprojekte viel interessanter. Doch es ist die Grosseltern-Generation, die zu den Hauptverlierern der Aidsepidemie gehört.» Das erklärt der Basler Kurt Madörin, der für das Hilfswerk «terre des hommes schweiz» gearbeitet hat und mit seiner Frau und vier Waisen in Tansania lebt. Der von ihm gegründete Verein Kwa Wazee und etwa 30 Entwicklungsorganisationen der Plattform «aidsfocus.ch» haben im Vorfeld des Welt-Aids-Tags mit einer Debatte in Bern die ältere Generation ins Blickfeld gerückt. (Tagblatt 1. Dezember 2007)
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