Swiss Aids Care International baut Ausbildungszentrum in Simbabwe
Zürich/Harare, 2. September 2010 – Die Newlands Clinic für Menschen mit HIV und Aids, die Prof. Dr. Ruedi Lüthy 2004 in Simbabwes Hauptstadt Harare gründete, wird erweitert. Auf einem Grundstück unmittelbar neben der Klinik, das Swiss Aids Care International dank Spendengeldern erwerben konnte, entsteht in den kommenden Monaten ein Ausbildungszentrum. Hier werden einheimische Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegepersonal in der Behandlung von Menschen mit HIV und Aids geschult. Am gestrigen Afrika-Abend in der Labor-Bar in Zürich stellte Ruedi Lüthy das Projekt persönlich vor.
Bereits heute bildet Ruedi Lüthy in der Newlands Clinic einheimische Ärzte und Pfleger in der Behandlung von Menschen mit HIV und Aids aus. Damit will Swiss Aids Care International die Situation der rund 350’000 Menschen in Simbabwe, die dringend auf eine Therapie angewiesen sind, nachhaltig verbessern. Mit dem geplanten Schulungszentrum kann die Zahl der Ausgebildeten auf über 200 Personen pro Jahr erhöht werden. Der Erwerb des Grundstücks und die Einrichtung des Ausbildungszentrums wurden dank einer grosszügigen Spende der Bernhart Matter Stiftung möglich.
Das Projekt stellte Ruedi Lüthy anlässlich eines Afrika-Abends in der Labor-Bar in Zürich gestern Abend persönlich vor. «Wir sind sehr glücklich, dass wir mit dem Ausbildungszentrum unser Angebot ausbauen können», sagt Ruedi Lüthy. «Mit jeder Ärztin und jedem Krankenpfleger in Simbabwe, der über die Behandlung von HIV und Aids Bescheid weiss, können wir weiteren Patienten neue Hoffnung geben.» Dank der unmittelbaren Nähe zur Newlands Clinic können die Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegerinnen und -pfleger während der Ausbildung auch praktische Erfahrungen sammeln. Danach sollen sie ihr Wissen und Können in den öffentlichen Kliniken anwenden. Die Ausbildung erfolgt im Auftrag der Medizinischen Fakultät der Universität von Simbabwe und des Gesundheitsministeriums.
Grosser Therapieerfolg
In der Newlands Clinic und ihren mobilen Aussenstationen werden pro Monat rund 3'000 mittellose Patienten – darunter vor allem Kinder und Frauen – ambulant medizinisch behandelt und psychosozial begleitet. Der Therapieerfolg ist dank dem Einbezug der Angehörigen und regelmässigen Kontrollen mit 90 Prozent sehr gross. Nebst der Therapie mit HIV-Medikamenten bietet die Klinik den Patientinnen und Patienten ergänzende Hilfe an. Sie leistet Aufklärungs- und Präventionsarbeit im Umgang mit HIV und Aids, gibt Lebensmittel ab, ermöglicht kostenlos Zahnbehandlungen und Physiotherapie für Kinder, führt Selbsthilfegruppen für Jugendliche und bietet Nachhilfeunterricht für Kinder, damit sie in die Schule zurückkehren können. «Wir wollen nachhaltige und ganzheitliche Hilfe leisten», so Ruedi Lüthy. Ziel ist, in der Newlands Clinic bis zu 4'500 Patienten behandeln zu können – davon ein Drittel Kinder.
Weitere Informationen sind erhältlich bei:
Janine Haas, Mediensprecherin, medien@swissaidscare.ch, Tel. 044 295 90 76
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