Krankenbesuche durch das Villa Maria Hospital in Uganda
Die Situation der Landbevölkerung im Süden Ugandas ist dramatisch. Heute leben rund eine Million Aids-Waisen in Uganda und diese Krankheit ist die häufigste Todesursache bei den 15- bis 49-Jährigen. Obwohl nationale Kampagnen gegen Aids in Uganda grosse Erfolge verzeichneten, leidet das Land nach wie vor unter der Epidemie. Die Infrastruktur im Gesundheitswesen ist dürftig oder gar nicht vorhanden. Krankenbesuche in den Dörfern werden immer zentraler, da sich die Menschen, die an HIV/Aids erkranken, nicht in Spitäler oder Gesundheitszentren trauen oder viel zu schwach sind, um die Reise anzutreten. Diese Besuche gehören seit ein paar Jahren ins feste Programm des Villa Maria Hospitals in Maska im Süden Ugandas.
Das Distriktspital "Villa Maria Hospital" wird von miva schweiz unterstützt und betreut eine weitläufige Region mit vierzehn weiteren kleinen Gesundheitszentren und 8 sog. outreach stations (Aussenstationen). Das Spitalteam hat immer alle Hände voll zu tun, wenn es in die Dörfer gelangt. Neben der Behandlung von Malaria, Durchfall, Atemwegserkrankungen, Tuberkulose, Syphilis und HIV/Aids-Erkrankungen werden auch regelmässig Informationskampagnen zu HIV/Aids durchgeführt.
Einen Schwerpunkt legt das Hospital in der Durchführung der folgenden Aufgaben:
• HIV/Aids-Heimpflege und Sensibilisierung (Based Home Care Services): Der Community Based Home Care Service des Villa Maria Hospitals ist auf die Heimpflege von HIV/Aids-Betroffenen ausgerichtet PatientInnen werden mit antiretroviralen Medikamenten versorgt und psychologisch betreut. In die Therapie werden auch Familienangehörige mit einbezogen, die sich gegenüber dem HI-Virus und der Krankheit hilflos fühlen. Hierbei werden sie von den Community Health Workers (CHWs) unterstützt.
• Stärkung von Gemeindestrukturen und Workshops (Capacity Building): Die CHW’s werden in Workshops vom Spitalteam ausgebildet. Sie werden über die Verbreitung von Krankheiten informiert und auch medizinisch geschult. So können sie bei den Erkrankten in den Dörfern erste Hilfe leisten und das Spitalteam bei dessen Besuchen unterstützen.