Prävention und Bekämpfung von HIV und Aids im Ostkongo
Diktatur, Krieg und Korruption haben den Kongo in einen katastrophalen Zustand geführt: Menschenrechtsverletzungen, eine desolate wirtschaftliche Lage, die schwerwiegenden Folgen der hohen Aidsrate, weit verbreitete Unterernährung und die schlechte Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur kennzeichnen das Land noch heute.
Caritas Développement Goma (CDG), die Partnerorganisation von miva Schweiz im Osten des Kongo unterstützt die dort lebenden Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Herkunft oder Religion. Ein besonderes Anliegen ist die Förderung der Frauen und der Aufbau einer guten Basisgesundheitsversorgung. Die Organisation unterstützt dabei bestehende, in der Gesundheitsversorgung tätige Strukturen, widmet sich der Aus- und Weiterbildung des Personals, der Versorgung mit Medikamenten und der Sensibilisierung und Prävention von HIV und Aids sowie der Betreuung von Aidspatienten. Eine zentrale Aufgabe ist die Umsetzung des nationalen Strategieplanes.
Die konkreten Aktivitäten umfassen:
- Aus- und Weiterbildung zum Thema HIV und Aids und Präventions- sowie Sensibilisierungsmöglichkeiten. Zielgruppen dieser Aus- und Weiterbildungen sind Jugendliche, LehrerInnen, SchulvorsteherInnen, diakonische Mitarbeiter in den Pfarrgemeinden, lokale Gruppierungen, die gegen HIV und Aids ankämpfen und Mitglieder und Leiter von Basisorganisationen.
- Begleitung bestehender und Ermutigung zur Gründung neuer Vereine an den Schulen und in den Pfarrgemeinden, die sich in der Bekämpfung von HIV/Aids und der Sensibilisierung der Bevölkerung engagieren.
- Vergabe von Mikrokrediten an Menschen, die mit HIV leben
- Verteilung von Nahrungsmittel an Menschen, die mit Aids leben und sich nicht mehr selber versorgen können
- Sensibilisierungskampagnen mittels Theateraufführungen, Sketchen und Lehrmaterial
- Kostenübernahme von Anti-Retrovirale Therapien von mittellosen HIV und Aids-Patienten
Zu den besonderen Erfolgen der Arbeit zählt die Tatsache, dass in vielen Schulen Vereine gegründet wurden, die sich aktiv an der Sensibilisierungs- und Präventionsarbeit beteiligen. Diese Vereine werden von CDG unterstützt und begleitet. In jeder Pfarrgemeinde wurden Kommissionen gebildet, die das Thema der Prävention zur Sprache bringen. Ebenso ist es gelungen, Frauen für pränatale Untersuchungen zu motivieren. Wichtigster Erfolg ist, dass viele HIV-Positive und Aidskranke aus der Anonymität und dem Untergrund hervorgetreten sind und heute in Gemeinschaften zusammen leben.