text_de.gif D | F | E

Gesundheit für alle

Die Gesundheitsdienste der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC), Partner von mission 21, stellen die medizinische Grundversorgung für die vorwiegend ländliche und oft benachteiligte Bevölkerung sicher. Die Spitäler Manyemen, Acha Tugi und Nyasoso in der Süd- und Nordwest-Provinz von Kamerun behandeln Patientinnen und Patienten aus weiten Einzugsgebieten. Sie sind zudem für insgesamt 18 angeschlossene Gesundheitszentren in den umliegenden Städten und Dörfern verantwortlich.

Um Impfstoffe in entlegene Dörfer zu bringen und dort Notfallbehandlungen, Schwangerschafts- und Mütterberatungen durchzuführen, sind die Mitarbeitenden oft tagelang unterwegs. Sie betreuen chronisch Kranke, vor allem an Tuberkulose und an Aids Erkrankte, regelmässig sozial und medizinisch. Die beiden Krankheiten gelten als häufigste Todesursache bei Erwachsenen. Im Rahmen des Basis- Gesundheitsprogramms arbeiten Aussenteams mit lokalen Gesundheitshelferinnen und traditionellen Heilern zusammen. Sie sensibilisieren die Landbevölkerung für die Gefahr von HIV/Aids, bieten Mütterberatung und Kurse über Hygiene und gesunde Ernährung an, führen Impfkampagnen durch und begleiten Kranke zu Hause. Lepra und andere ansteckende Krankheiten sind nach wie vor eine Bedrohung. Für solche Patientinnen und Patienten leistet das Hanseniasis Rehabilitation Centre in Manyemen einen grossen Dienst.

Ausserdem wirken speziell ausgebildete Aidsteams in der Bewusstseinsbildung im Land mit und haben ein erweitertes Aidsprogramm für die ganze Kirche entwickelt, das bereits angelaufen ist. Wie schwierig die Aidsberatung ist, geht aus folgenden Äusserungen von Dr. Kohlmeyer hervor, die im Spital vom Manyemen gearbeitet hat:

«Auch mit Übersetzungshilfe (...) gestaltet sich ein «counseling» meist ausgesprochen schwierig. Warum? Nun, dieser Themenkomplex ist nicht nur bei den einfachen Leuten, sondern teilweise auch bei unserem Pflegepersonal mit erheblichen Tabus belegt. Entsprechend gering ist meistens die Bereitschaft, sich einem Test zu unterziehen - auch weil man dafür umgerechnet etwa vier Euro bezahlen muss. Ein positives Testergebnis wird häufig vergessen, negiert und Erkrankungen im Zusammenhang mit Aids auf «witchcraft» (Zauberei, Verwünschung) zurückgeführt.»

Juni 2008

Fingerpiks im Spital Nyasoso. (Foro: Verena Ramseier)

Unsere Themen

Behandlung und Pflege

Prävention und Gesundheitsförderung

Kontakt

Gerhard Baertschi
mission 21 - evangelisches missionswerk basel
Missionsstrasse 21
4003 Basel

Tel: +41 (0)61 260 23 06

 www.mission-21.org/de/pa

  Log in | Feedback

Impressum / Disclaimer