Heim für Strassenkinder
Aids macht Millionen von Kindern zu Waisen, die nach dem Tod ihrer Eltern häufig sich selbst überlassen sind. Auf den Strassen der Grossstädte kämpfen sie ohne Schutz oder Ausbildung ums Überleben. mission 21 unterstützt ein Kinderheim in Nsalaga, welches bereits 55 Kindern eine geregelte Tagesstruktur bietet und ihnen ermöglicht, die Schule zu besuchen. Tansania, insbesondere die Region Mbeya, ist stark von HIV/Aids betroffen. Bei den letzten Erhebungen 2003 wurden in Tansania 1,6 Millionen HIV/Aids-Betroffene gezählt. Die Tendenz ist stark steigend und die Dunkelziffer der HIV/Aids-Infizierten liegt um einiges höher. Frauen und Kinder leiden besonders unter den Auswirkungen der Pandemie. Aids macht Millionen von Kindern zu Waisen. Nach dem Tod der Eltern sehen sich viele Kinder dazu gezwungen, ums nackte Überleben zu kämpfen. Sie leben ohne Schutz und Ausbildung im grossstädtischen Gebiet von Mbeya, Südtansania und werden häufig zu so genannten Strassenkindern.
Strassenkinder in Mbeya
Die Strassenkinder leben vom Betteln, Diebstahl oder kleinen Aufträgen. Sie finden ihr Essen im Müll und auf dem Boden oder sie ernähren sich von Marktabfällen. Sie schlafen in Ruinen alter Häuser, am Busbahnhof oder unter Lastwagen. Mädchen und Jungen sind körperlichem Missbrauch sowie brutaler Gewalt hilflos ausgeliefert.
Die Moravian Church in Tanzania, eine Partnerorganisation von mission 21, hat sich zum Ziel gesetzt, sich vermehrt dieser Kinder anzunehmen. Sie kümmert sich um die Versorgung, die Ausbildung und die gesellschaftliche Wiedereingliederung der Strassenkinder. Die Arbeit hat am 19. Januar 2006 ihre Anfänge genommen. Damals beherbergte das Kinderheim 21 Kinder. Heute sind es bereits 55 (31 Mädchen und 24 Jungen). Sie stammen aus den umliegenden Gemeinden. Pfarrpersonen oder die Distriktverwaltung holen die Kinder von den Strassen und bringen sie ins Heim. Die Betreuungsarbeit erfolgt in der Regel durch Frauen.
Das Strassenkinderheim soll in naher Zukunft rund 60 Betreuungsplätze für Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren anbieten. Im neuen Zuhause erhalten die Kinder wieder eine Tagesstruktur und besuchen die Schule. Neben Kleidung und Essen gewährt das Heim diesen Kindern Schutz vor Ausbeutung. Zudem wird freiwilliger Unterricht zu Themen wie Erziehung, Gesellschaftsfragen und biblische Geschichte angeboten. Das Heim eröffnet den Kindern eine gesellschaftliche und berufliche Perspektive durch Schulbildung, soziale Sicherheit und Traumaverarbeitung.