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Medizinischer Dienst

Die Spitäler in Mbozi und Isoko in Tansania gewährleisten der Landbevölkerung in diesem verkehrstechnisch schlecht erschlossenen Gebiet die nötige medizinische Grundversorgung. In den dazugehörigen Dorfkliniken wird ebenfalls medizinische Hilfe angeboten. Man kann sich dort aber auch über Prävention, Familienplanung, Hygiene und Gesundheit informieren lassen. Zunehmend ist auch die Aufklärungsarbeit über HIV und Aids von Bedeutung. Die hohe Qualität und der gute Ruf der Spitäler geraten angesichts des staatlichen Rückzugs in Gefahr.

Die Moravian Church begann ihre medizinische Arbeit in Mbozi 1948 mit einer Entbindungsstation, geleitet von der Schweizer Hebamme E. Senft. Die Erweiterung zu einem Spital folgte 1960. Ein Jahr später wurde ein weiteres Krankenhaus in Isoko gebaut. Da sich die beiden Orte in einem verkehrstechnisch schlecht erschlossenen Gebiet befinden, leisten die Spitäler für die Landbevölkerung unerlässliche medizinische Basisdienste. Ehemals als Missionsspitäler geführt, wurden sie eine Zeit lang als so genannte "Desginated District Hospitals" vom Staat unterstützt. Heute zieht sich dieser wieder zurück, was die beiden Krankenhäuser zunehmend unter grossen Druck setzt.

Breites medizinisches Angebot
Das Spital Mbozi deckt heute mit seinen 210 Betten ein Einzugsgebiet von etwa 350'000 Menschen ab. Isoko versorgt rund 120'000 Menschen. In beiden Spitälern arbeitet ausschliesslich einheimisches Personal. Von grosser Bedeutung sind auch die von Mbozi und Isoko geführten Dorfkliniken. Dort wird neben medizinischer Hilfe auch HIV-Prävention geleistet und über Familienplanung, Hygiene und Gesundheit informiert. Die Leitung des Mbozi-Spitals, welche seit Anfang der 1980er Jahren in denselben Händen liegt, garantiert für den hohen Qualitätsstandard. Auch erhofft man sich, jungen Menschen eine Ausbildung anbieten zu können, wodurch der Personalbedarf gesichert werden könnte. In Mbozi wird zudem ein Kinderheim geführt. Neugeborene und Kleinkinder von Müttern, die bei oder kurz nach der Geburt sterben, werden ebenso aufgenommen wie so genannte Findelkinder. Mit der Erwerbung neuer Röntgengeräte wurden in beiden Spitälern grosse Anstrengungen im Bereich Diagnostik gemacht.

Aktuelle finanzielle Schwierigkeiten
Bei ihrer Entstehung waren die beiden Spitäler der Moravian Church ausschliesslich privat, durch Patientenbeiträge und durch Unterstützung von aussen finanziert worden. 1974 wurden die beiden Spitäler in Mbozi und Isoko zu Distriktspitälern ernannt. Somit übernahm die Regierung einen grossen Teil der Finanzierung. Diesen Status haben sie in der Zwischenzeit wieder verloren. Laut der neuen Vereinbarung soll die Regierung für Mbozi nur noch Beiträge an Bettkosten und Arztlöhne bezahlen. 2001 wurden die finanziellen Schwierigkeiten so gross, dass es zu einer massiven Reduktion des Personals kam. Kirche sowie Patienten werden vermehrt an den Kosten der Spitäler beteiligt. Der ärmeren Bevölkerung bringt dies eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung.

Ausblick
Die dauerhafte und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Moravian Church und den beiden Spitälern soll in Bezug auf Personal und Infrastruktur weitergeführt werden. Die Unterstützung der "Moravian Church in Tanzania" bei der Führung der beiden Spitäler durch mission 21, der Partnerorganisation in der Schweiz, bekommt damit noch grösseres Gewicht.

Spital in Isoko. Im Spital arbeitet ausschliesslich einheimisches Personal.

Unsere Themen

Behandlung und Pflege

Prävention und Gesundheitsförderung

Kontakt

Gerhard Bärtschi
mission 21
Missionsstrasse 21
CH-4003 Basel

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Fax: +41 (0)61 260 22 68

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