Aktiv gegen Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen
Die kenianische Bewegung der christlichen Studierenden (MIEC/IMCS) betreibt mit der Unterstützung von Fastenopfer gezielte Informationspolitik an höheren Schulen und an Universitäten. Sie setzt sich dafür ein, dass HIV- positive Menschen nicht stigmatisiert werden und Nachbarschaftshilfe erhalten. Über das Peer- Group-Modell informieren, beraten und begleiten christliche Studierende ihre Kolleginnen und Nachbarn in Städten sowie auf dem Land.
Die HIV/Aids Situation in Afrika ist verheerend. In Afrika südlich der Sahara sind etwa 12 Millionen Menschen direkt vom Virus betroffen. 50% aller neuen Infektionen in Afrika betreffen Menschen, die jünger als 25 Jahre alt sind. Besonders gefährdet sind Jugendliche, die ihr Zuhause verlassen, um in der Stadt nach Arbeit zu suchen oder um eine Ausbildung zu absolvieren.
MIEC/IMCS ist die Bewegung katholischer Studierender, die 1921 unter dem Namen Pax Romana gegründet wurde. Sie setzt sich für die Reflexion und die Verbreitung evangelischer Werte ein und regt zu verantwortungsvollem Handeln an. Die Bewegung bietet den Studierenden ein Forum, um untereinander Erfahrungen auszutauschen. Sie richtet sich aber auch an die benachteiligten Bevölkerungsschichten. Im Sinne der „Option für die Armen“ setzt sich MIEC/IMCS für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte ein. Das Regionalbüro in Nairobi koordiniert und begleitet die Aktivitäten der nationalen Bewegungen auf dem afrikanischen Kontinent und führt pro Jahr 2-4 Projekte zu spezifischen Themen durch. In den letzten vier Jahren hat MIEC Afrika vor allem zu Menschenrechten, zur Konfliktbearbeitung und zur Sensibilisierung zu HIV/Aids gearbeitet. MIEC arbeitet zu diesen Themen auch mit anderen Organisationen zusammen und schafft dabei wichtige Synergien. Das Fastenopfer unterstützt die HIV/Aids Projekte und einen Teil der Koordinationsaufgaben.
Der Titel der vierjährigen HIV/Aids-Kampagne lautet: „HIV/Aids ist Wirklichkeit. Ich kenne meinen Status. Und Du?“ Nach den Projekten in Zentral-, West- und Ostafrika findet die Kampagne ihren Abschluss in den zwei neu beigetretenen Länderbewegungen Mali und Äthiopien. In beiden Ländern führt die von Fastenopfer unterstützte Organisation je einen Workshops zu HIV/Aids durch. Teilnehmende sind Vertreter und Vertreterinnen der nationalen Landesbewegungen der christlichen Studierenden. Es werden Erfahrungen ausgetauscht und Themenschwerpunkte entwickelt, die die nationalen Bewegungen in ihren Kampagnen berücksichtigen.
Wie Claudia Fuhrer, Projektverantwortliche von Fastenopfer erklärt, werden Mitglieder von MIEC/IMCS in Animation und Peer-Group-Beratung zu HIV/Aids aus- und weitergebildet: „In beiden Ländern führen die ausgebildeten Animatorinnen und Animatoren zusammen mit ihren nationalen Bewegungen Kampagnen und Workshops durch, die Jugendliche nicht nur informieren und sensibilisieren, sondern auch dazu anregen, einen Aids-Test zu machen. HIV-positive Jugendliche werden beraten und begleitet und an die bereits bestehenden Anlaufstellen ihrer Länder verwiesen.“