Hoffnung durch Liebe, Fürsorge und gegenseitige Unterstützung
«Es ist schmerzhaft mit Aids zu leben», sagt Makaita Meja mit einem Lächeln, «aber jetzt habe ich gelernt, ein positives Leben zu führen.» Sie führt weiter aus: «Ich bin Auxillia Chimusoro sehr dankbar, dass sie die Batanai-Unterstützungsgruppe gründete, wo ich lernte, wie man mit Aids positiv leben kann. Batanai hat mir auch beigebracht, wie ich für mich sorgen kann; jetzt bin ich in der Lage für meine Mutter und mich selbst aufzukommen. Und ich zeige anderen, was ich bezüglich positives Leben gelernt habe.»
Als sich Makaita 1998 testen liess, zeigte sich, dass sie bereits HIV positiv war. Sie war am Boden zerstört und dachte, dass sie sterben müsse. Sie schöpfte jedoch wieder Hoffnung, als sie sich der Batanai-Unterstützungsgruppe anschloss und Beratung, Information und Hilfe erhielt. Makaita kann jetzt zuversichtlich sagen: «Obwohl ich HIV-positiv bin, fühle ich mich ganz normal. Ich achte darauf, was ich esse und ich zeige anderen, wie man mit Aids positiv leben kann.»
Alles begann 1992, als 12 Männer und Frauen in Harare zusammen kamen, um über ihr schweres Schicksal als Menschen mit HIV/Aids zu sprechen. Sie beschlossen, nach Hause zurück zu kehren und Unterstützungsgruppen zu gründen. Das war die Geburt der Unterstützungsgruppen-Bewegung in Zimbabwe. Die seither verstorbene Auxillia Chimusoro kehrte ins Rujeko- Township in Masvingo zurück und gründete Batanai. Batanai war später bei der Gründung von vielen anderen Gruppen in der Provinz Masvingo beteiligt und vereinigte sie auf Provinzebene. Heute sind alle Unterstützungsgruppen im nationalen Netzwerk von Menschen mit HIV/Aids zusammengeschlossen, wobei Masvingo sich rühmen kann, die stärkste Sektion zu stellen.
Zimbabwe ist heute eines der wenigen Länder auf der Welt, das einen bedeutenden Rückgang der Neuinfektionen verzeichnet. Verschiedene Faktoren werden für diese positive Entwicklung verantwortlich gemacht. Ich warte aber immer noch darauf, dass jemand den Beitrag von Menschen mit HIV/Aids würdigt. Wie gewöhnlich werden sie nur als statistische Grösse wahrgenommen und nicht als handelnde Personen. (Peter Marimi, Koordinator von Batanai, im FEPA Mitteilungsblatt Oktober 2006)
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