Methoden der Komplementärmedizin
Wer wie bei Aids von der Schulmedizin keine endgültige Heilung erwarten kann und bei der Behandlung mit Nebenwirkungen rechnen muss, sucht nach anderen Möglichkeiten, um die Krankheit zu besiegen. Studien zum Thema Komplementärmedizin, die in der Schweiz Anfang der 90er-Jahre durchgeführt wurden, zeigten, dass zwischen 60 und 80 Prozent der Menschen mit HIV und Aids zumindest zeitweise komplementärmedizinische Verfahren nutzen: Von bekannten Heilmethoden wie der Homöopathie oder der anthroposophischen Medizin bis hin zu «exotischen» Heilkräutern und Verfahren ferner Kulturen. Erfahrungen zeigen, dass komplementärmedizinische Verfahren vor allem dann sinnvoll sind, wenn die HIV-Infektion noch nicht weit fortgeschritten ist. Sie können dazu beitragen, die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.
Weitere Informationen in: Leben mit HIV und Aids. Ein Nachschlagewerk zu Grundlagen, Gesundheitsvorsorge und Therapiealltag (Aids-Hilfe Schweiz 2006)