Prävention bei Jugendlichen
Vulnerable Jugendliche schützen sich weniger gut vor einer HIV- bzw. sexuell übertragbaren Infektion (STI) sowie einer ungewollten Schwangerschaft wie gleichaltrige nicht vulnerable Jugendliche. Besonders zwei Gruppen von Jugendlichen, nämlich junge Schwule und junge vulnerable MigrantInnen weisen mehrere bzw. multiple Vulnerabilitäten und Risikofaktoren auf.
In einer Bedarfanalyse untersuchte die Aids-Hilfe Schweiz inwiefern diese beiden Gruppen daher einer besonderen Unterstützung und spezieller Präventionsmassnahmen bedürfen, um eine selbstbestimmte, verantwortungsbewusste Sexualität zu entwickeln und sich angemessen vor HIV/STI zu schützen.
Im vorliegenden Schlussbericht vom September 2008 betreffen die empfohlenen Massnahmen für junge MigrantInnen und für junge Schwule verschiedene Zielgruppen. Bei beiden sind es einerseits sie und ihre Kolleginnen selbst und andererseits die Erziehungs- und Bildungsverantwortlichen. Zudem werden bei beiden strukturelle Massnahmen empfohlen. U.a. werden bei beiden Gruppen die Settings offene Jugendarbeit und Sportvereine als wichtig erachtet und die Sensibilisierung von Lehrpersonen und anderen Fachpersonen in deren Aus- und Weiterbildung nahegelegt. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass bei beiden Gruppen die Sensibilisierung und die Auseinandersetzung mit sexueller Diversität empfohlen wird.