Aidswaisen-Projekt Uganda - Durchführungsbericht 2008
Das Aidswaisen Projekt in Uganda kann auch für 2008 auf ein erfolgreiches Projektjahr zurückblicken - alle Zielsetzungen wurden erreicht. Das Projekt bietet umfassende Hilfe für aidsbetroffene Kinder, Jugendliche und Familien unter breitem Einbezug der Bevölkerung in einer der am stärksten von HIV/Aids betroffenen Regionen der Welt.
Das Projekt hat im Jahr 2008 zur weiteren Entwicklung des Bildungssektors in den Partner-Schulgemeinden beigetragen. Ohne diese Förderung, nur durch die geringen staatlichen Mittel, welche den abgelegenen Schulen zukommen, wäre eine solche Entwicklung nicht möglich. Die Zahl der Kinder, welche die Schulen besuchen, hat zugenommen, und die Kinder gehen gerne zur Schule.
Auch betreffend Gesundheit kann die Partnerorganisation Reach the Child (RTC) Positives vermelden: die Schlangen vor den medizinischen Zentren sind kürzer geworden. Dies aufgrund besserer Ernährung in den Gemeinden, Abgabe von Moskitonetzen, besserer Sauberkeit und Hygiene sowie neuer Kenntnisse und mehr Anteilnahme in der Pflege von Kranken, Alten und Kindern.
Die anhaltende Aids-Prävention erweitert das Wissen von Kindern und Erwachsenen bezüglich Aids laufend. Besonders zu erwähnen ist die aktive Teilnahme der Kinder und Jugendlichen, was berechtigte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft in den Distrikten weckt.
Die Gemeinden haben sehr interessiert und engagiert am Projekt teilgenommen. Sie sind an der Umsetzung verschiedener Aktivitäten beteiligt und erbringen wertvolle Eigenleistung.
Die politischen Rahmenbedingungen zur Durchführung von Projekten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit bleiben in Uganda gut. Wie in anderen afrikanischen Ländern ist Aids das grösste Problem auch der Projektumsetzung. Jedes Jahr sterben auch viele Fachkräfte an der Krankheit, zum Beispiel Lehrer/innen und andere Erzieher/innen. Innerhalb der psychosozialen Arbeit (Memory Work) sind die menschlichen Verluste besonders hoch, da vorwiegend Betroffene ihre Erfahrungen und ihr erworbenes Wissen weitergeben. Ausbildung und Wissenstransfer sind darum besondere Herausforderungen. Neben der menschlichen Tragödie schwächt das Fehlen von Fachkräften die ugandische Wirtschaft insgesamt und führt zu einem ökonomischen Teufelskreis. Die Aids-Problematik stellt in dieser Hinsicht auch ein Risiko für den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Projektes dar, das auf Menschen der lokalen Bevölkerung setzt, die es langfristig mittragen.
Datei herunterladen
(681Kb)