Memory Work Sinomlando-Programm
Der Verlust von jährlich einem oder mehreren Angehörigen infolge von AIDS, ist für Familien in KwaZulu-Natal in Südafrika nicht selten. Für Kinder ist der Tod eines Elternteils ein traumatisches Erlebnis. Waisen sind nach dem Verlust ihrer Eltern nicht nur emotional stark belastet, sondern zudem mit grossen sozialen und finanziellen Problemen konfrontiert. Häufig müssen sie ganz allein mit ihrer Trauer fertig werden.
Hier setzen die «Memory-Boxes» von Sinomlando an. Unter der Leitung von Prof. Philippe Denis werden an der Universität in Pietermaritzburg MultiplikatorInnen ausgebildet, die in ländlichen Gegenden Kinder aufsuchen, Familienbesuche abstatten und Workshops organisieren. Dabei lernen die Kinder in «Schatzkästchen» persönliche Erinnerungen an die Familie aufzubewahren. Das sind Geschichten, Gegenstände, Fotos, Dokumente, die den Kindern helfen, ihre eigene Identität zu wahren und mit ihrer Trauer umzugehen.
Seit 2003 unterstützt Aids & Kind das Sinomlando-Programm. Erfahrungen aus diesem Projekt werden von Aids & Kind auch für die Jugendarbeit in der Schweiz und für die europäischen Tagungen genutzt.
April 2008